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CCN Ausgabe - Number 2/2010

Oktober, November, Dezember 2010ATOLL CCNCCNCCNCCNCCNCCNCCNCCNCCNCCNCCNCCNCCCurrenturrenturrent CCCathlabathlabathlabathlabathlabathlab NNNewsewsews www.ccn-info.comwww.ccn-info.comwww.ccn-info.com Stockholm, 30.8.2010. Die in der HOT LINE-II des ESC-Kongresses vorgestellte ATOLL-Studie ist die erste „reine“ Vergleichsstudie zwi- schen zwei i. v. verabreichten Antikoagulantien bei STEMI mit geplan- ter primärer PCI. Die Randomisierung erfolgte so früh wie möglich. Auch Patienten mit kardiogenem Schock und Z. n. Reanimation wur- den eingeschlossen, so dass ATOLL eine „real life“ Population wider- spiegelt. Eine evtl. vorbestehende Antikoagulation oder Thrombolyse war Ausschlusskriterium. Die thrombozytenaggregationshemmende Therapie war in beiden Gruppen vergleichbar. Getestet wurde die i. v. Gabe von 0,5 mg/kg Enoxaparin im Vergleich zu i. v. verabreich- tem unfraktioniertem Heparin (UFH) in einer Dosierung von 50-70 Einheiten, wenn ein Glykoprotein IIb/IIIa Inhibitor (GPI) gegeben wurde oder 70-100 Einheiten, wenn kein GPI verabreicht wurde. Der primäre Endpunkt war die 30-Tagesmortalität sowie verschiedene Si- cherheitsendpunkte (siehe Abbildungen). Die statistische Power wurde für eine Patientenanzahl von 425 pro Gruppe berechnet. Ca. 77 % der Patienten erhielten einen GPI vor der PCI, über 90 % ASS und Clopidogrel. Ergebnis: Der primäre Endpunkt (Tod, Infarktkomplikationen, unge- nügendes PCI-Ergebnis oder größere Blutungen) konnte mit Enoxa- parin von 33,7 % auf 28 % gesenkt werden, diese 17%ige Risiko- reduktion erreichte allerdings nicht das Signifikanzniveau (P=0,07). Der sekundäre Hauptendpunkt (Tod, Reinfarkt oder dringende erneu- te Revaskularisation) konnte dagegen durch Enoxaparin signifikant von 11,3 % auf 6,7 % reduziert werden, ebenso weitere sekundäre Endpunkte (siehe Abbildungen). Trotz mehrerer Limitationen dieser Studie ergeben sich hieraus Hinweise, dass die i. v. Verabreichung von Enoxaparin durchaus eine mögliche Alternative zu der i. v. Gabe von unfraktioniertem Heparin bei Patienten mit STEMI und geplanter primärer PCI denkbar ist. Wichtig wäre jetzt eine randomisierte Ver- gleichsstudie von Enoxaparin mit Bivalirudin an einer entsprechend größeren Patientenzahl. ATOLL: Erster„Kopf-an-Kopf“-Vergleich zwischen Enoxaparin und unfraktio- niertem Heparin bei STEMI mit primärer PCI 12